Was mit Medien und so

Blog über Journalismus & Medien

#jesuischarlie

je suis charlie
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Sicherlich haben Sie alle die zahlreichen Berichte über den schrecklichen Anschlag in Paris gelesen, gesehen und gehört. Drei bewaffnete Attentäter stürmten die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ und erschossen Journalisten, Wachpersonal und Polizisten. Zwölf Menschen sind tot, acht weitere zum Teil schwer verletzt.

Das Satiremagazin hatte häufig islamkritisch berichtet und vor allem islamkritische Karikaturen veröffentlicht. Nach einem ersten Anschlagsversuch im letzten Jahr wurde die Redaktion von Sicherheitsleuten beschützt und machte unter diesem Schutz weiter ihre Arbeit. Bis gestern.

Anschlag galt einem der wichtigsten Grundrechte

Dieser feige Anschlag galt aber nicht nur dieser Redaktion. Dieser Anschlag galt auch nicht nur Frankreich, er galt ganz Europa.  Und er zielte vor allem auf eines der wichtigsten Grundrechte: Die Meinungs- und Pressefreiheit.  Im deutschen Grundgesetz (Artikel 5 GG) und den Verfassungen aller anderen europäischen Ländern ist genau dieses Grundrecht Felsenfest verankert. Jeder darf frei und ungehindert seine Meinung sagen und veröffentlichen und Presse und Medien dürfen ungehindert und unbeeinflusst berichten.

Doch genau dieses Grundrecht passt den Extremisten jedweder Couleur, Religion oder extremen politischen Ausrichtung nicht in den Kram. Denn dieses Grundrecht erlaubt auch, dass ihre Religion, ihrer Weltanschauung, ihre politische Meinung oder andere Dinge kritisch durchleuchtet hinterfragt und eben auch kritisiert werden. Und auch Satire ist eine durch dieses Grundrecht gedeckte Meinungsäußerung.

Extremisten aber dulden nur eine Meinung: Ihre! Extremisten dulden nur eine Medienberichterstattung: Die die ihrem Zwecke dient und nützlich ist, sich ihrem Denken und Diktat unterwirft! Alles andere wird unterdrückt oder bekämpft! Warum wohl sind in extremen politischen Regimen die Medien alle unter staatlicher Kontrolle. Warum wird bei einem politischen Umbruch von einer Demokratie zu einer Diktatur als erstes die freie Presse abgeschafft?

Was hat das mit mir, meinem Beruf und meiner Seite Wir-in-Rheinhessen zu tun?

Andreas Lerg

Andreas Lerg

Einfach absolut alles!!! Die Meinungs- und Pressefreiheit macht auch bei uns vor Ort ganz konkret eine freie und kritische Berichterstattung möglich. Nicht nur die Allgemeine Zeitung und die vielen anderen etablierten Medien in unserer Region und unserem Land bauen auf dieses Grundgesetz als Fundament ihrer Arbeit. Auch die Autoren der von mir betriebenen Seite Wir-in-Rheinhessen profitieren davon, indem sie hier offen und ungehindert mitwirken und Artikel über Alles schreiben können, das sie bewegt. Auch kritisch. Auch sarkastisch.

Und auch ich als Betreiber dieser Seite profitiere davon, denn das Grundrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit macht es überhaupt erst möglich, dass ich diese Seite ebenso ungehindert betreiben kann.

Und die Leser profitieren gleichsam, weil diese Seite einen Beitrag zur Informations- und Meinungsvielfalt in unserer Region leistet.

#jesuischarlie

Deshalb galt dieser Anschlag auf „Charlie Hebdo“ auch uns allen. Viele Menschen setzen derzeit im Internet ein Zeichen. „Je suis Charlie“ (Ich bin Charlie) oder „Nous sommes Charlie“ (Wir sind Charlie) ist seit gestern als Bild auf vielen Facebook-Profilen zu sehen und dieser Hashtags #jesuischarlie werden über Facebook, Twitter und Co verbreitet. Die Menschen machen damit deutlich: Die Meinungs- und Pressefreiheit kann man nicht ermorden und wir lassen uns dieses Recht von niemandem nehmen.

Deshalb:

Nous sommes Charlie

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